Artikel

Panasonic setzt bei Wärmepumpen auf das Fachhandwerk

Interview mit Alfred Armaos von Panasonic Marketing Europe

In den kommenden Jahren will Panasonic hierzulande im Bereich Wärmepumpen deutlich stärker wachsen als der Markt. Wie Alfred Armaos, Country Manager D-A-CH des Bereichs Heiz- und Kühlsysteme bei der Panasonic Marketing Europe GmbH, im Gespräch mit dem HeizungsJournal erläutert, setzt man dazu auf das Heizungsbaufachhandwerk und auf effiziente Luft/Wasser-Wärmepumpen.

Foto: Alfred Armaos, Country Manager D-A-CH des Bereichs Heiz- und Kühlsysteme bei Panasonic Marketing Europe.
Quelle: Panasonic Marketing Europe
"Für uns ist der Heizungsinstallateur der wichtigste Partner, wenn es um Luft/Wasser-Wärmepumpen geht. Denn nur er verfügt über das nötige Wissen, um eine Wärmepumpe fachlich kompetent auszulegen. Und er ist auch beim Endkunden letztendlich die Vertrauensperson, die die Entscheidung für die Wärmepumpe maßgeblich beeinflusst," so Alfred Armaos, Country Manager D-A-CH des Bereichs Heiz- und Kühlsysteme bei Panasonic Marketing Europe.

Herr Armaos, Sie haben inmitten des Corona-Jahres 2020 den Bereich Heiz- und Kühlsysteme bei Panasonic Marketing Europe übernommen – mit Verantwortung für die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz. Welche Erfahrungen haben Sie seitdem gemacht?

Ich kenne den D-A-CH-Markt ja schon lange. Bevor ich Anfang 2017 zu Panasonic kam, habe ich bereits für einige Unternehmen den Markt in Deutschland betreut. Für Panasonic war ich als General Manager für das europaweite Key-Account-Management im Bereich Kommerzielle Klimasysteme in Deutschland tätig. Dabei sind mir immer wieder die gute Ausbildung und die technische Kompetenz der Fachhandwerker positiv aufgefallen. Das duale Ausbildungssystem mit Schule und Lehre zeigt da eindeutig seine Stärken. Auf der anderen Seite sind die deutschsprachigen Märkte sehr traditionell geprägt und die Verbindungen zwischen Hersteller und Handwerker sind sehr intensiv. Neue Wege zu gehen, ist da immer eine Herausforderung. Das erschwert einerseits die Gewinnung von neuen Kunden – auf der anderen Seite: Wenn man deutsche Fachhandwerker erst einmal überzeugen konnte, darf man auf einen treuen Kunden zählen.

Wieweit hat sich die Corona-Pandemie auf Ihre Arbeit ausgewirkt?

Auch bei Panasonic war das letzte Jahr natürlich stark geprägt durch die Corona-Pandemie. Es war bemerkenswert, wie schnell sich im Zuge dieser Krise der Arbeitsmodus bei Panasonic veränderte. Unsere Mitarbeiter haben sich innerhalb kürzester Zeit auf die Arbeit im Homeoffice umgestellt, so dass wir praktisch ohne Unterbrechung unseren Kundenservice aufrechterhalten und trotz des Krisenmodus zunächst weiterwachsen konnten. Natürlich wirkte sich die Corona-Krise auch auf unsere Absatzmärkte aus. Da die meisten Branchen während des ersten Lockdowns ebenfalls auf Homeoffice umstellten, rückten bei den Endkunden Produkte in den Fokus, die das Leben zuhause verbessern. Das hat sich auch in unserer Branche niedergeschlagen und uns vor allem Zuwächse bei den Endverbraucherprodukten beschert. Kleinere Anlagen für Einfamilienhäuser, wie unsere Etherea-Raumklimageräte und unser gesamtes Aquarea-Wärmepumpensortiment, haben davon profitiert.

Panasonic bietet seit rund einem Jahrzehnt Wärmepumpen in Deutschland an. Wie hat sich ihr Absatz entwickelt?

Der Wärmepumpenmarkt hat sich für Panasonic äußerst positiv entwickelt. Das lag nicht zuletzt daran, dass kostengünstige und CO2-arme Heizsysteme mehr gefragt sind denn je. Darüber hinaus hat natürlich auch die für Bauherren und Renovierer sehr lukrative Förderung durch die Bundesregierung zu diesem positiven Marktwachstum beigetragen. Was mich besonders freut: Der Absatz der Panasonic-Wärmepumpen ist in dieser Phase stärker gewachsen als der Markt. Ein Grund dafür war unter anderem, dass praktisch alle Panasonic-Luft/Wasser-Wärmepumpen so effizient arbeiten, dass sie von der BAFA gefördert werden.

Foto: Mit Vorlauftemperaturen von bis zu 65 °C im Heizbetrieb sind die Monoblock-Geräte der T-CAP-Baureihe laut Panasonic ideal, um Gas- oder Ölheizungen im Bestand zu ersetzen.
Quelle: Panasonic Marketing Europe
Stichwort Modernisierung: Mit Vorlauftemperaturen von bis zu 65 °C im Heizbetrieb sind die Monoblock-Geräte der T-CAP-Baureihe laut Panasonic ideal, um Gas- oder Ölheizungen im Bestand zu ersetzen.

Welche Chancen rechnen Sie sich für die kommenden Jahre im Wärmepumpenmarkt, der hierzulande mit über 60 Anbietern heiß umkämpft ist, aus? Was sind Ihre Ziele?

Wir gehen von einem Absatzwachstum im hohen zweistelligen Bereich aus und unser Ziel ist es, deutlich stärker zu wachsen als der Markt. Denn wir können ein breites und vielfältig einsetzbares Produktportfolio mit innovativen und effizienten Geräten anbieten, die auch unter extremen Wetterbedingungen noch zuverlässig arbeiten. Nicht umsonst hat Panasonic in Skandinavien einen Marktanteil von über 20 Prozent erreicht. Vor allem im Bereich der vom Fachhandwerk immer stärker nachgefragten Monoblocksysteme – alle werden von der BAFA gefördert – sind wir stark aufgestellt.

Welches Vertriebs- und Service-Konzept verfolgen Sie dabei?

Dienstag, 14.09.2021

Galerie

  • "Für uns ist der Heizungsinstallateur der wichtigste Partner, wenn es um Luft/Wasser-Wärmepumpen geht. Denn nur er verfügt über das nötige Wissen, um eine Wärmepumpe fachlich kompetent auszulegen. Und er ist auch beim Endkunden letztendlich die Vertrauensperson, die die Entscheidung für die Wärmepumpe maßgeblich beeinflusst," so Alfred Armaos, Country Manager D-A-CH des Bereichs Heiz- und Kühlsysteme bei Panasonic Marketing Europe.
  • Stichwort Modernisierung: Mit Vorlauftemperaturen von bis zu 65 °C im Heizbetrieb sind die Monoblock-Geräte der T-CAP-Baureihe laut Panasonic ideal, um Gas- oder Ölheizungen im Bestand zu ersetzen.
  • Stichwort Schallemission: Die T-CAP Split-Geräte von Panasonic sind auch in einer „superleisen“ Variante lieferbar.
  • Stichwort Kältemittel: Die Panasonic-Kompaktgeräte der Aquarea-J-Serie arbeiten mit dem Kältemittel R32. Bei den Geräten in Monoblock-Bauweise ist der komplette Kältekreis im Außengerät untergebracht, es sind keine Arbeiten an Kältemittelleitungen erforderlich.
Aktuelle Bewertung
Noch keine Bewertungen vorhanden
Ihre Bewertung
Vielen Dank für Ihre Bewertung.
Seien Sie der erste, der einen Kommentar zu diesem Artikel schreibt!

Abbrechen

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Dieser wird nach einer Prüfung freigeschaltet.
Einloggen

Login / Benutzername ungültig oder nicht bestätigt

Passwort vergessen?

Registrieren

Sie haben noch kein Konto? Dann registrieren Sie sich jetzt kostenfrei!
Jetzt registrieren